Koester – Stiftung & Künstlerkolonie

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Alexander Koester (1864 – 1932), bekannter Vertreter der Künstlerkolonie in Klausen

Alexander Koester (Bergneustadt/Rheinland 1864 – München 1932) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Klausner Künstlerkolonie (1874-1914). Kaum ein Künstlername ist so untrennbar mit der Eisackstadt verbunden, wie dieser.

Nach dem Studium an der Akademie in München kam Koester 1891 auf einer Studienreise erstmals nach Klausen, wo er seine spätere Frau Isabella kennenlernte, eine Tochter des Lammwirtes Georg Kantioler. Von 1896 bis 1915 lebte und wirkte er im malerischen Eisackstädtchen; hier errichtete er eine Villa mit Atelier, ab 1898 betrieb er zusätzlich ein Sommeratelier in München. Die Jahre in Klausen bildeten seine fruchtbarste Schaffensperiode; hier lernte er sein Lieblingsmotiv, die Enten, kennen und die stimmungsvollen Wasserlandschaften. 1915 übersiedelte er nach München und 1925 verlegte er seinen Wohnsitz nach Dießen am Ammersee.

Klausner Künstlerkolonie 1874 – 1914

Der Aufstieg Klausens zum „Künstlerstädtchen“ setzte in den späten 70er Jahren des 19. Jh.s ein. Ausgangspunkt war ein Ereignis von literaturgeschichtlicher Bedeutung. Im Jahre 1867 wurde im nahe gelegenen Lajener Ried der Vogelweider-Hof als vermutliche Geburtsstätte des Minnesängers Walther von der Vogelweide entdeckt.

Das Echo in der Fachwelt war groß und im Zuge der „Walther-Begeisterung“ fanden sich zahlreiche Schriftsteller und Forscher in Klausen ein. Hauptinitiator war der Innsbrucker Prof. Ignaz Vinzenz von Zingerle (1825-1895), der ab 1880 auf Schloß Summersberg in Gufidaun wohnte.

Es folgte die Blütezeit Klausens als Künstlertreffpunkt. Das urtümliche Erscheinungsbild und die heimelige Atmosphäre ließen Klausen zum einmaligen Freiluftatelier werden, dessen Ausstrahlungskraft in einer fast unübersehbaren Zahl von Kunstwerken festgehalten wurde. Allein in den Jahren 1874 bis 1920 hielten sich in Klausen nahezu 300 Maler und Bildhauer auf.