Loretoschatz

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Der Loretoschatz im Klausner Museum

Den bedeutendsten Teil des Museums in Klausen bildet der berühmte Loreto-Schatz, der hier seine neue Heimstätte gefunden hat und dem der gesamte erste Stock des Stadtmuseums gewidmet ist. Die Stiftung dieser einzigartigen Sammlung von Kunstwerken (um 1700) geht auf die spanische Königin Maria Anna (1667-1740) zurück, die damit die Bitte ihres Beichtvaters Pater Gabriel Pontifeser erhörte.

P. Gabriel wurde 1653 in Klausen auf der Frag geboren. Sein  Elternhaus stand genau an jener Stelle, wo heute die Loretokapelle steht. Nach dem Studium und dem Eintritt in der Kapuzinerorden kam er 1685 an den Hof von Pfalz Neuburg.

Maria Anna, eine Tochter des Hauses, heiratete 1690 Karl II., König von Spanien und P. Gabriel folgte ihr als persönlicher Beichtvater an den spanischen Hof. Auf dessen Wunsch hin ließ die Königin das Kapuzinerkloster in Klausen errichteten und stattete es mit wertvollen Geschenken aus. Auch ihr Gemahl und Adelige am spanischen Hof folgten diesem Beispiel. Dieser reiche Schatz an kirchlichen Paramenten, religiösen Gegenständen, Bildern und weiteren Kunstwerken stammt größtenteils aus Werkstätten spanischer und italienischer Künstler des 16. und 17. Jh.s. Zu den Prunkstücken der Sammlung zählt der Feldaltar König Karls II.