Bergwelten_Lassù sulle montagne

Gemälde, Skulpturen, Fotografien

 

Kuratorin Beatrice Buscaroli
In Zusammenarbeit mit Galleria Forni, Bologna

Eröffnung |  Freitag  1. August  2014|  18 Uhr

Dauer der Ausstellung 2/8 – 13/9/2014

Öffungszeiten |
DI–SA, 9.30 – 12.00 und 15.30 – 18.00 Uhr | SO, MO und 15.8. geschlossen

Der ital Titel der Ausstellung will auf leicht ironische Weise an die Thematik der Ausstellung erinnern, die von der Kuratorin Beatrice Buscaroli zusammengestellt wurde und eine Auswahl von zeitgenössischen Künstlern bietet, die sich in unterschiedlichen Techniken dem Thema „Berg“ genähert resp sich damit beschäftigt haben. Dadurch ergibt sich ein facettenreicher und zugleich ansprechender Rundgang.

„Der diskrete Charme der Berge“
Ob als titanenhafte Geburt durch die tektonischen Bewegungen von Pangaea oder als unerschütterlicher Wohnsitz der Götter, hat der Berg eine subtile Faszination auf alle ausgeübt, die sich ihm näherten. Eine Verlockung, die immer schon auch die Künstler bewegt hat, welche gerade in der Romantik deren erhabene Macht entdecken, die anziehend und abstoßend, begeisternd und angsteinflößend wirken. Staunen, Verzauberung und Bewunderung begleiten ein Gefühl der Beklommenheit, wie etwa bei Turner, Füssli, Friedrich, Cosenz.
Ruskin erschafft fast ein Sinnbild der visionären Phantasie des Künstlers, wo sich auch wissenschaftliche Interessen treffen. Fast ein bisschen wie es bei den Wiederholungen der Montagne Sainte-Victoire von Paul Cézanne der Fall ist.
Doch dieser visionäre Blick führt gegen Ende des 19. Jh.s zu einer Art „Entmaterialisierung“ des Realen um eine konzeptuelle Dimension erstehen zu lassen, die auf symbolischer Art und Weise die unbeantworteten Fragen der Menschen andeutet und auch jenen verzweifelten Ruf nach der menschlichen Daseinsbewältigung, die die Gegenwart unwiderruflich kompliziert zu haben scheint, wie bei Hodler, Kandinskij, Kirchner, De Nittis, De Chirico, Savinio, Morbelli, Sironi.
Es sind Faszinationen, die noch heute einen starken Einfluss auf die künstlerische Kreativität haben, entweder in Form einer Art „Negation“ der betörenden Kraft der Berge (man denke an die Art Brut oder an die Pop Art) oder als Instrument, das in der Lage ist, die zwiespältige Beziehung zwischen Mensch und Natur zu „erzählen“, fast zu einer Ikone der Schönheit stilisiert, die unweigerlich dem Untergang geweiht scheint.

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von dreizehn Künstlern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Technik und Inspiration. Die Werke sind allesamt von einer einzigartigen und sehr persönlichen Beziehung mit dem gewählten Sujet geprägt: vom großen klassischen Landschaftsbild, einem traditionellen und unvergänglichen Genre, über spektakuläre Nachtlichter und ausgefeilte Materialschöpfungen bis hin zu Träumen im wahrsten Sinne des Wortes reichen, die zu unser aller Allgemeingut gehören.
Die Gesamtschau vermittelt ihrerseits den unerschöpflichen und tiefgründigen Themenreichtum für die Kunstschaffenden, der sehr intim und zugleich ungemein berührend sein kann und doch in den Augen jedes Einzelnen neue Aspekte enthüllt.

Die Künstler:

Gemälde
Luca Conca
Roberto Giavarini
Nicola Nannini
Valentino Parmiani
Saverio Polloni
Paolo Quaresima

Fotografien
Ferdinando Brachetti Peretti
Pierpaolo De Bona
Hiroyuki Masuyama
Gianluca Pollini

Skulpturen
Hubert Kostner
Claudio Locatelli
Lorenzo Perrone