NICOLA NANNINI Landschaften – Ansichten und Facetten

Eröffnung | Freitag 29. Juli  2016, 18 Uhr
Dauer der Ausstellung | 30.7. – 10.9.2016
Öffnungszeiten | Di-Sa 9.30-12, 15.30-18 Uhr | So und Mo  geschlossen

Die Ausstellung, erstellt in Zusammenarbeit mit der Galleria Forni von Bologna, präsentiert eine zusammenfassende Übersicht von Arbeiten von Nicola Nannini zu Landschaften und Veduten– eine Thematik, die den Künstler schon seit langem beschäftigt und welcher er die Suche nach der menschlichen Figur zur Seite stellt.
Die ausgestellten Werke sind eine repräsentative Auswahl von Werken unterschiedlicher Schaffensperioden und Prägung, immer  auf der Suche nach der Essenz der Landschaft: von den mehr lyrischen und sentimentalen Ansichten bis hin zu mehr rationalen / analytischen Arbeiten.
Die gewählten Sujets reichen von den tiefen Horizonten der Ebene, wo sich das Auge zum Unendlichen hin verliert, von ersten Anstiegen zu Hügeln bis hin zu den höchsten Berggipfeln, wo die Gebäude wie „geometrische Gebilde“ auf Felsen, Wiesen und Wälder folgen. Die Himmel erscheinen ungezwungen und zurückgenommen in einem Spiel von Farben und Gesten; die kleinen Häuser reihen sich wie aufgelistet entlang von anonymen Straßen.
Ein anderer Abschnitt der Ausstellung ist dem Zyklus der “Notturni” (Nachtimpressionen) gewidmet, wo die Dunkelheit der Nacht unbekannte urbane Visionen von großer Poesie eröffnet. Die Gebäude verlieren sich in Brauntönen oder im tiefen Violett der Nächte, oft voller Symbolik und bisweilen von starken und blendenden Lichtern zerschnitten, aber auch in sanfte Helligkeit gehüllt. In diesen Nachtimpressionen wechseln Bereiche von präziser Detailtreue mit scheinbar “unfertigen” am Rande der Gestualität und Aktionskunst.
Der letzte Abschnitt zeigt Ansätze zu Winterlandschaften. Es ist eine absolutes und totales Weiß, wo starke Farbgebungen  kleine Architekturelemente wie schwimmende Inseln aufnehmen.
Die Werke stammen aus der Zeit von 2007 bis zur Gegenwart und geben einen repräsentativen Überblick über das Kunstschaffen von Nannini in den letzten Jahren.
Nicola Nannini, 1972 in Bologna geboren, lebt und arbeitet in Centa (Ferrara).
Nach dem Abschluss an der Accademia di Belle Arti von Bologna begann schon bald eine rege Ausstellungstätigkeit, die nahezu ganz der Malerei gewidmet war. Daneben war er als Dozent für Zeichnung und Gestalt an der Scuola di Artigianato Artistico von Cento tätig und hielt Kurse an der Accademia di Belle Arti von Verona.
Seit 1994 mehren sich die Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Privatgalerien, Museen und öffentlichen Einrichtungen, wobei an die Teilnahmen an „Arte Italiana 1968/2007“ unter der Leitung von V. Sgarbi im Palazzo Reale in Milano erinnert sei, an der 58. Ausgabe des Premio Michetti, an der Ausstellung “Il Mito del Vero. Il Ritratto. Il Volto” der  Fondazione Durini in Milano, koordiniert von G. M. Prati und P. Lesino und 2011 an der 54. Biennale von Venedig im Padiglione Emilia Romagna, Palazzo Fava in Bologna.
Unter den rezenten Einzelausstellungen sei an “La notte e altri viaggi” von 2015 unter der Leitung von M. Fazzini und an die Installation “GOLEM” erinnert, beide im Museo d’Arte von San Fermo Maggiore, Verona, sowie an die letzte Einzelausstellung in der Galerie Forni in Bologna 2016 unter dem Titel “La declinazione del paesaggio, da bianco/neve a nero/notte”.